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Bericht zur Gemeindeversammlung vom 11. Dezember 2015

Lesen Sie hier den Bericht des Entlebucher Anzeigers zur Gemeindeversammlung vom 11. Dezember 2015.

87 Stimmberechtigte - es waren aussergewöhnlich viele, die an der Doppleschwander Budget-Gemeindeversammlung am Freitagabend im Landgasthaus Linde teilnahmen. Im Zentrum standen nicht etwa die Finanzgeschäfte. Vielmehr weckte der beantragte Sonderkredit von Fr. 1,55 Mio. für die Teilsanierung und Erweiterung der Turnhalle das Interesse der Doppleschwanderinnen und Doppleschwander.

 

Kritik am Flachdach

Gemeindepräsident Franz Heer, der das Projekt vorstellte, berichtete, dass in der Vorbereitung verschiedene Varianten geprüft worden seien, beispielsweise der Einbau einer Klappbühne oder der Bau einer neuen Zufahrtsstrasse. Aus Kostengründen wurde darauf verzichtet. Diesen Entscheid konnten nicht alle nachvollziehen. Zunächst hatte sich die Versammlung deshalb mit einem vorgängig schriftlich eingegangenen Antrag von Jörg Glanzmann zu befassen. Dieser verlangte die Prüfung einer neuen Zufahrtstrasse. Der Antrag wurde grossmehrheitlich gutgeheissen. Weitere, noch grössere Diskussionen löste die Frage aus, warum ein Flachdach anstelle eines Steildaches verwendet wird. Beat Brun vom beauftragten Architekturbüro Brun Dubach Partner AG erklärte, dass ein Flachdach filigraner sei, von aussen weniger den Eindruck einer Scheune erwecke und "sicher nicht teurer" sei. Mehrere Votanten sprachen sich gegen ein Flachdach aus, da sie befürchten, dieses sei anfälliger für Reparaturen. In der Abstimmung stimmten schliesslich 51 Personen für das Flachdach und 19 Personen für ein Steildach. Gemeindepräsident Franz Heer versicherte, die Bedenken ernst zu nehmen.

 

Turnhalle: 77 % grösser und gewendet

Die neue Turnhalle ist deutlich grösser als die bisherige. Sie bietet rund 77 % mehr Fläche. Damit will man den heutigen Bedürfnissen des Schulsports und der Vereinen besser gerechtet. Die Turnhalle wird überdies auch neu ausgerichtet - von bisher West-Ost neu in Richtung Nord-Süd. Sie wird somit um 90 Grad gedreht. Parallel zur Erweiterung wird die Turnhalle teils saniert. So soll das Dach, deren Eternit-Eindeckung brüchig ist, erneuert und die Fenster im Kindergarten, die bereits mehrmals punktuell repariert werden mussten, komplett ersetzt werden.

 

Steuerfuss bleibt unverändert

Einstimmig wurde der Voranschlag 2016 genehmigt, der von Gemeindeammann Hans Felder vorgestellt wurde. Dieser sieht für die Laufende Rechnung bei einem Gesamtaufwand von knapp Fr. 4 Mio. einen Aufwandüberschuss von Fr. 141'618.00 und für die Investitionsrechnung eine Nettoinvestitionszunahme von Fr. 1'495'000.00 vor. Das Ergebnis ist leicht positiver als das Vorjahres-Budget, das einen rund Fr. 25'500.00 höheren Aufwandüberschuss aufgewiesen hatte. Veränderungen im Vergleich zum Vorjahres-Budget ergeben sich unter anderem beim Finanzausgleich. So wird Doppleschwand zwar mit Fr. 958'000.00 (Vorjahr: 935'000.00) mehr Ressourcenausgleich erhalten, doch sinkt der Lastenausgleich auf Fr. 500'000.00 (Fr. 563'000.00). Im Bereich Bildung vermindert sich der Nettoaufwand um rund Fr. 51'000.00 auf Fr. 1.35 Mio. Allein durch den Umstand, dass zwei Schüler weniger die Kantonsschule besuchen, spart die Gemeinde Fr. 30'000.00.

Trotz des Aufwandüberschusses und der anstehenden Investitionen sah der Gemeinderat keinen Grund, am Steuerfuss etwas zu ändern. Die Stimmberechtigten sahen dies gleich. Sie beschlossen, die bisherigen 2.4 Einheiten beizubehalten. Im Weiteren wurde der Gemeinderat ermächtigt, die zur Deckung des Finanzbedarfs notwendigen Mittel von Fr. 1.49 Mio. aufzunehmen.


Schützenhaus soll anders genutzt werden

Franz Heer präsentierte das Jahresprogramm 2016. Dabei berichtete er, dass das Schützenhaus künftig möglicherweise als Jugendraum genutzt wird. Geprüft wird auch ein Ausbau des unteren Raumes im Schützenhaus, um den drei Asylanten, welche die Gemeinde ab Januar unterzubringen hat, eine Unterkunft bieten zu können. Hans Felder stellte in Kürze den Finanz- und Aufgabenplan 2016-2022 vor. Die darin enthaltenen Finanzkennzahlen halten die kantonalen Vorgaben ein.

Im Rahmen der Gemeindeversammlung wurde verkündet, dass Paul Richli, Rektor der Universität Luzern, sein Versprechen wahr gemacht hat und die Gemeinde Doppleschwand zum ersten Ehrenmitglied des Aufbauklubs der neuen Wirtschaftsfakultät der Universität Luzern ernannt wurde. Auf diese Weise bedankt er sich bei den Doppleschwand Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern, die Ende November 2014 mit knapp 74 % Ja-Stimmen der Revision des Universitätsgesetzes zustimmten. Nirgendwo sonst im Kanton Luzern war der Ja-Anteil so gross. Mit der Gesetzesrevision wurde die Grundlage für die Schaffung der Wirtschaftsfakultät geschaffen.

 

Neue Mitarbeiterinnen auf Verwaltung

Kathrin Roos, welche seit dem 1. September neue Gemeindeschreiberin ist, stellte sich an der Versammlung persönlich vor. Die zweifache Mutter wohnt in Geiss und ist in einem Teilzeit-Pensum angestellt. Weiter stellte Franz Heer die neue Verwaltungsangestellte Heidi Bieri-Schärli vor. Sie ist seit dem 1. Oktober 2015 neu auf der Gemeindeverwaltung tätig. Veronika Murpf-Zihlmann stellte das Amt der Sozialvorsteherin vor. Sie wird nicht mehr für eine weitere Amtsperiode kandidieren. Es wird daher nach einer Nachfolgerin bzw. einem Nachfolger gesucht. Wahlvorschläge sind bis zum 7. März 2016 einzureichen.  [ds]

 
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